Präzise Befüllen - Röhrchen für Röhrchen
Präzises und reproduzierbares Dispensieren für die Arbeitsabläufe in Laboratorien.
Automatisierte Befüllung von Laborgefäßen
Präzision und Effizienz sind beim Abfüllen von Flüssigkeiten in Laborröhrchen unerlässlich, insbesondere wenn eine große Anzahl von Röhrchen auf konsistente und reproduzierbare Weise verarbeitet werden muss. In manuellen Arbeitsabläufen sind die Abfüllschritte oft zeitaufwändig und anfällig für Schwankungen, insbesondere wenn Röhrchen wiederholt geöffnet, abgegeben und verschlossen werden.
Die automatisierte Flüssigkeitsabfüllung standardisiert den Dispensierprozess, indem sie genau definierte Volumina in jedes Röhrchen überträgt und dabei manuelle Eingriffe minimiert. Integrierte Handhabung, kontrollierte Flüssigkeitsabgabe und optionale Verschließvorgänge ermöglichen zuverlässige Abfüllergebnisse und eine nahtlose Integration in automatisierte Laborarbeitsabläufe.
So funktioniert die automatisierte Abfüllung
Positionierung und Anwendung der Röhre
Das Multifunktionsgerät LABOTIQ Lab-Bot integriert eine peristaltische Pumpe, die von Watson-Marlow und einen kompakten, höhenverstellbaren Schwenkarm, der für die präzise Dosierung von Flüssigkeiten ausgelegt ist. Die Dosierkanüle ist über einen kurzen, flexiblen Schlauch mit einer Länge von ca. 70 cm angeschlossen, was zu einem sehr geringen Totvolumen führt und eine effiziente Handhabung von Flüssigkeiten ermöglicht.
Zum Befüllen wird das Röhrchen oder Fläschchen in der Multifunktionseinheit positioniert und geöffnet. Der Schwenkarm bewegt die Kanüle über die Gefäßöffnung und führt sie bis zu einer bestimmten Tiefe in den Schlauch ein. Die peristaltische Pumpe gibt dann das vordefinierte Flüssigkeitsvolumen aus dem Reservoir durch den Schlauch und die Kanüle direkt in den Schlauch oder das Fläschchen ab.
Sobald die Dosierung abgeschlossen ist, bewegt der Schwenkarm die Kanüle in Richtung Gefäßinnenwand, um verbleibende Tropfen zu entfernen und so das Risiko von hängenden Tropfen und Aerosolbildung zu verringern. Die Kanüle wird dann zurückgezogen und in ihre Parkposition gebracht, so dass das Röhrchen geschlossen und zum nächsten Prozessschritt transportiert werden kann.
Aerosol- und Tröpfchenkontrolle
Der höhenverstellbare Schwenkarm und die kontrollierte Kanülenbewegung reduzieren die Bildung von Aerosolen und hängenden Tropfen während der Dosierung erheblich. Durch das Einführen der Kanüle direkt in das Röhrchen und das Entfernen von Resttropfen entlang der Gefäßwand nach der Dosierung bleibt der Flüssigkeitstransfer kontrolliert und reproduzierbar.
Dieser Ansatz ist besonders wichtig, wenn Sie kleine Volumina abfüllen oder mit potenziell gefährlichen Flüssigkeiten hantieren, da er die Prozesssicherheit verbessert und das Risiko einer Kontamination und unbeabsichtigten Exposition minimiert.
Flüssigkeitsklassen für präzises Dosieren
Die genaue Dosierung von Flüssigkeiten hängt von mehreren Parametern ab, darunter der Schlauchdurchmesser, die Pumpengeschwindigkeit und die Systemkalibrierung. Diese und weitere Dosierparameter werden in sogenannten Liquid Class-Dateien definiert und gespeichert.
Jede Flüssigkeitsklasse steht für einen validierten Satz von Dosierparametern, die für eine bestimmte Flüssigkeit oder Anwendung optimiert sind. Während des Betriebs muss der Benutzer nur die entsprechende Flüssigkeitsklasse auswählen und das Zielvolumen angeben. Der Dosiervorgang wird dann automatisch unter Verwendung der vordefinierten Einstellungen ausgeführt, was konsistente und reproduzierbare Abfüllergebnisse gewährleistet.
Wichtigste Vorteile
Automatisiertes und reproduzierbares Abfüllen von Flüssigkeiten
Die automatisierte Abfüllung von Flüssigkeiten standardisiert die Arbeitsabläufe beim Dispensieren und eliminiert bedienerabhängige Schwankungen.
Flüssigkeitsklassen für methodenbasiertes Dispensieren
Dosierparameter wie Schlauchdurchmesser, Pumpendrehzahl und Kalibrierung werden in Liquid Class-Dateien definiert und ermöglichen validierte und reproduzierbare Abfüllmethoden.
Kontrollierte Positionierung der Kanüle
Das höhenverstellbare Einführen der Kanüle und die kontrollierte Bewegung reduzieren die Aerosolbildung und hängende Tröpfchen während der Dosierung.
Flüssigkeitsweg mit geringem Totvolumen
Ein kurzer Schlauchweg mit minimalem Totvolumen ermöglicht eine effiziente Handhabung von Flüssigkeiten und reduziert Medienverluste.
Integrierte Handhabung und Schlauchverschluss
Automatisiertes Öffnen der Röhrchen, Befüllen mit Flüssigkeiten und Verschließen ermöglichen eine nahtlose Integration in durchgängige Laborabläufe.
Integrierte Hardware und Verbrauchsmaterialien
Alle Komponenten des Flüssigkeitspfads, einschließlich Schläuche, Kanülen und gebrauchsfertige Flüssigkeitspfad-Sets, sind direkt bei LABOTIQ erhältlich und gewährleisten eine validierte Kompatibilität und einen zuverlässigen Betrieb.
Warum Automatisierung den Unterschied macht
Manuelle Abfüllung von Flüssigkeiten
- Wiederholtes manuelles Öffnen und Schließen der Röhren
- Variable Dosiergenauigkeit je nach Bediener und Technik
- Erhöhtes Risiko von Aerosolen und herabhängenden Tröpfchen
- Zeitaufwendige Handhabung einer großen Anzahl von Röhrchen
- Begrenzte Reproduzierbarkeit und Dokumentation der Abfüllergebnisse
Automatisierte Flüssigkeitsabfüllung mit LABOTIQ Lab-Bots
- Automatisiertes Handling, Öffnen und Schließen von Tuben
- Präzise und reproduzierbare Dosierung von definierten Flüssigkeitsmengen
- Kontrollierte Kanülenpositionierung reduziert Aerosole und Resttröpfchen
- Effiziente Verarbeitung von großen Tubenchargen
- Nahtlose Integration von Fülldaten in automatisierte Arbeitsabläufe